Lesungen in Schulen + Jugendzentren zum Thema Flucht / Asyl / Abschiebung

Nennen wir sie Eugenie

In Romanform wird in diesem Buch die wahre Geschichte einer jungen Senegalesin geschildert, die der Liebe wegen (sie liebt eine Frau, was im Senegal verboten ist) ihre Heimat verlassen muss. Sie flieht nach Deutschland und erlebt hier das Asylverfahren, ohne genau zu wissen, was mit ihr geschieht.

Eugenie erlebt den Alltag in der Flüchtlingsunterkunft, bestimmt von Perspektivlosigkeit, Langeweile und der ständigen Angst vor der Abschiebung zurück in ihre Heimat, wo sie Gefängnis und die Morddrohungen ehemaliger Freunde erwarten. Eugenie trifft andere Geflüchtete, deren Geschichten ebenfalls der Wirklichkeit entnommen sind.

Aber sie findet auch eine Freundin, die ihr hilft durchzuhalten und die mit ihr gemeinsam versucht, die drohende Abschiebung zu verhindern.

Der Roman ist leicht zu lesen und vermittelt am Beispiel einer jungen Frau, deren Schicksal nur eines von vielen ähnlichen Schicksalen ist, einen ersten Eindruck vom Leben geflüchteter Menschen, die hoffen in Deutschland Schutz und Hilfe zu finden. Der Senegal gilt sei 1993 als „sicherer Herkunftsstaat“ und bietet sich daher an, um dseiten-aus-mfu_eugenie_16001en Schülerinnen und Schülern die derzeitige Diskussion um weitere „sichere Herkunftsstaaten“ näher zu bringen.

Zum Buch gibt es Unterrichtsmaterialien von Dr. Anja Joest. Neben reinen Aufgabenstellungen zum Text finden  sich in dem Material etwa in gleichen Teilen Aufgaben zum Thema  Flucht und Asyl. Bei allen Aufgaben und Fragestellungen gibt es einen Mix aus Einzelarbeit, Gruppenarbeit und Rechercheaufgaben,  sowie Vorschläge zu Rollenspielen.

 

Amra und Amir – Abschiebung in eine unbekannte Heimat

Dieser Jugendroman erzählt die Geschichte von Amra, deren Eltern während des Jugoslawienkrieges nach Deutschland geflohen sind.

Kurz nach ihrem 18. Geburtstag erhält Amra die Ausreiseauforderung: Sie soll in ihre „Heimat“, in den Kosovo, „zurückkehren“. Amra war noch nie im Kosovo, sie kennt dort niemanden und spricht die Sprache nicht. Amra ist in

Deutschland geboren und aufgewachsen, befindet sich gerade im zweiten Ausbildungsjahr zur KFZ-Mechatronikerin. Ihre Freunde versuchen alles, die Abschiebung zu verhindern, bleiben aber erfolglos.

Im Kosovo versucht Amra – aus Sicherheitsgründen als der Junge Amir – irgendwie zu überleben. Sie sammelt, wie so viele Menschen in Albanien, wo über 40 % der Menschen arbeitslos sind, brauchbare Dinge auf den Müllhalden der Stadt und verkauft diese. Ihre Freunde in Deutschland versuchen alles, um sie wieder zurückzuholen …

Lange Zeit – bis 2011 – wurden Jugendliche, deren Eltern (z. B.  während des Jugoslawienkrieges) nach Deutschland geflüchtet waren, nach Erreichen des 18. Lebensjahres ins Herkunftsland ihrer Eltern abgeschoben. So wie es Amra in der Geschichte „Amra und Amir – Abschiebung in eine unbekannte Heimat“ ergeht. Inzwischen hat sich die Gesetzeslage etwas verändert: Amra dürfte nach der heutigen Rechtsauffassung wohl in Deutschland bleiben, weil sie „nachhaltig integriert“ ist. Wer seit mindestens vier Jahren in Deutschland lebt, einen mittelmäßigen Schulabschluss gemacht hat, einen Ausbildungsplatz findet und eine gute Perspektive aufweist, darf heute laut Gesetz bleiben. Wer diese Vorgaben jedoch nicht erfüllt, muss gehen.

Leider ist die Geschichte von Amra und Amir in letzter Zeit wieder sehr aktuell geworden. Immer häufiger werden junge Menschen, die ihr ganzes Leben oder den größten Teil davon in Deutschland verbracht haben, mit oder ohne ihre Familie abgeschoben.

Lesungen in Schulen und Jugenzentren / -gruppen

Gerne komme ich zu einer Lesung mit anschließendem Gespräch über das Buch und die allgemeine Problematik „Flucht / Asyl / Abschiebung“ in Ihre Schule / Klasse / Jugendgruppe.

Genauere Informationen über die Bücher finden Sie auf meiner Webseite www.maria-braig.de und auf der Seite meines Verlages www.buch-ist-mehr.de

 

Rückfragen gerne an: Maria Braig, Osnabrück, braigm@t-online.de, 0175 433 8013

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