Ausschreibungen – Projekte

Aktuelles zum geplanten Buch:

Da beide Ausschreibungen nur mäßig angenommen wurden, wird es jetzt einen (1) Band mit allen  gesammelten Texten geben.

Zu Hause in Deutschland – Gleiche unter Gleichen?

Texte von Geflüchteten und Eingeborenen

Neuer Band in der Reihe "ubuntu"
Neuer Band in der Reihe „ubuntu“

Das Buch, die Anthologie wird in zwei Abschnitte aufgeteilt sein:

1. Teil „Angekommen!“: Texte von Geflüchteten
2. Teil „Angenommen?“: Texte von Menschen, die hier geboren oder schon sehr lange da sind, aber wegen ihres Aussehens von vielen nicht als „Deutsche“ gesehen werden.

Inzwischen ist auch eine Autorin für das Vorwort gewonnen, wir gehen also langsam aber sicher in die Zielgerade. Noch können kurzfristig Texte oder SW-Fotos angenommen werden.

Ausschreibung:

Writing Refugees

2011 ist die Idee entstanden, geflüchteten Menschen eine Plattform zu bieten, um ihre Texte zu veröffentlichen.

Textealler Art – Kurzgeschichten, Gedichte, Erzählungen, Protokolle, …, vor allem aber auch Texte mit ganz unterschiedlichen Inhalten. Es sollte nicht ausschließlich  um „Fluchtgeschichten“ gehen, sondern um alles, was jemand schreiben wollte oder bereits geschrieben hatte und nun veröffentlichen wollte.

Die Anthologie soll
• Ihnen die Möglichkeit bieten, Ihre Texte zu veröffentlichen
• Den Lesern/Leserinnen den Menschen hinter dem „Flüchtling“ nahebringen
• Refugees als aktive Menschen wie ‚Du und Ich aufzeigen‘ und nicht die passive „Opferrolle“ in den Vordergrund stellen, wie die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit oft ausschließlich ist

Es war naheliegend, dass sich viele Texte mit Themen wie Verfolgung, Krieg,  Flucht, alte Heimat – neue Heimat und so weiter befassten, es gab aber auch ganz andere Textbeiträge.

2013 konnte ich die daraus entstandene Anthologie „Jetzt bin ich hier“ im Verlag 3.0 veröffentlichen, die anfallenden Autorenhonorare erhält der Exil e. V. in Osnabrück für seine Arbeit. (https://buch-ist-mehr.de/portfolio/jetzt-bin-ich-hier)

Nun hat der Verlag angeboten, einen Folgeband zu veröffentlichen.

Refugees, Geflüchtete, Menschen im Exil – egal wie Ihr Euch bezeichnet/Sie sich bezeichnen,egal wie lange Ihr/Sie schon in Deutschland seid – sind herzlich eingeladenihre Texte einzusenden. Voraussetzung ist ein deutscher Text, der gerne auch noch bearbeitet werden kann, wenn die Sprachkenntnisse noch nicht fürs Veröffentlichen ausreichen. Vielleicht kennt Ihr/kennen Sie jemanden, der/dieEure/Ihre Texte übersetzt, oder auch Eure/Ihre Geschichte für Euch/Sie aufschreibt.

Einsendungen bitte als Word doc oder Libre Office Writer  an maria.braig_lektorat@yahoo.de

Mit der Einsendung erklärt Ihr Euch/erklären Sie sich damit einverstanden, auf jegliche Honorare zugunsten einer noch auszuwählenden Flüchtlingsinitiative zu verzichten.

Mit der Einsendung ihrer Texte erklären sich die Autoren damit einverstanden, dass ihre ausgewählten Werke honorarfrei in einer Anthologie und als Leseprobe veröffentlicht werden. Die Autoren versichern, dass sie ihre Werke selbst verfasst haben und diese frei von Rechten Dritter sind.

Ein rechtlicher Anspruch auf Veröffentlichung eingesandter Werke besteht nicht. Sämtliche Rechte verbleiben bei den Autoren.

Ausschreibung: Staatsangehörigkeit deutsch – Gleiche unter Gleichen?

Vorab ein paar Worte zu mir: Ich bin weiß, deutsch, anatomisch weiblich und katholisch geboren. Lediglich den Katholizismus habe ich abgelegt, der Rest klebt an mir und ich versuche, mich damit auseinanderzusetzen, finde aber immer wieder leere oder falsch besetzte Stellen in der Landkarte meiner Erkenntnisse und in meiner Auseinandersetzung mit den Problemstellungen. Dies ist für mich persönlich aber kein Grund, nicht weiter zu lernen und dennoch parallel dazu auch damit öffentlich zu arbeiten.

Ich habe die Möglichkeit zur Veröffentlichung in einem Verlag und kann deshalb die Möglichkeit, Texte öffentlich zu machen, in Form einer Textsammlung weitergeben.
Das Buch soll und wird keinen wirtschafltichen Gewinn für mich als Herausgeberin abwerfen, sondern das Honorar wird an eine noch auszuwählende gemeinnützige und thematisch passende Organisation gehen.

Staatsangehörigkeit: Deutsch
Gleiche unter Gleichen?

Ausschreibung für eine Textsammlung/Anthologie

Hintergrund: 2013 habe ich eine Anthologie mit Texten von Flüchtlingen und Migrant_innen im Verlag 3.0, Bedburg, veröffentlicht.

„Jetzt bin ich hier“ (Hrsg. Maria Braig)
http://buch-ist-mehr.de/jetzt-bin-ich-hier/

Im Anschluss daran kam eine Autorin auf mich zu mit der Idee, etwas Ähnliches zum Thema “Die Anderen Deutschen” zu machen. Sie selbst hat als Tochter einer weißen Deutschen und eines schwarzen GIs, die in Deutschland aufgewachsen ist, entsprechende Erfahrungen gemacht. Ebenso erlebt sie es bei ihrem Sohn.

Diese Idee würde ich nun gerne umsetzen.
Die Erfahrung des Andersseins und deshalb ausgegrenzt werden gibt es in den unterschiedlichsten Bereichen, nicht allein im Kontext des Schwarz- oder Weißseins, bzw. des Rassismus allgemein, dennoch möchte ich den Fokus gerne auf genau diesen Aspekt des „Anderen“ legen. Sicher wäre auch eine umfangreichere Sammlung zum Thema „Anderssein“ sehr spannend, würde aber das Thema des (teilweise auch verinnerlichten/unbewussten) Rassismus, um das es hier gehen soll, aufweichen und entschärfen.

Ziel des Projektes ist es nicht, allgemeine rassistische Erfahrungen zu sammeln und wiederzugeben. Die Texte sollen speziell den Aspekt beschreiben, dass Menschen, die als Deutsche aufgewachsen sind und Menschen, die nach langem Aufenthalt in Deutschland, die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, auf den ersten Blick von weißen Deutschen häufig nicht als Deutsche wahrgenommen werden, weil sie „Anders“ aussehen. (Das betrifft genauso Frauen, die Kopftuch tragen und häufig allein deshalb als “Andere” gesehen werden)
Eine weitere Gruppe, die eingeladen ist, ihre Erfahrungen wiederzugeben sind Menschen, die keinen deutschen Pass besitzen, aber in Deutschland geboren (oder in ganz jungen Jahren eingewandert) und aufgewachsen sind. Die sich als Deutsche verstehen, so aber weder erkannt noch rechtlich akzeptiert werden.

Deutsch/Deutsche/Deutschsein soll hier nicht national/nationalistisch verstanden werden, sondern als Zugehörigkeit zu einem geografischen, bürokratischen, gesellschaftlichen Raum, als ein Gefühl des Zuhauseseins in dem Land, in dem Sie leben und aufgewachsen sind.

Folgende Aspekte können in den Texten beschrieben werden:

1. Offensichtlich erfahrener Rassismus und das Nicht-(An)Erkennen als
Deutsche, weil eben nicht weiß = “normal”

2. Das Gefühl des Nichtdazugehörens, des irgendwo Dazwischenstehens, auch wenn es keine offensichtlichen Rassismen und Angriffe gibt. Einfach durch die Unterscheidung, die Trennungslinie, die “automatisch” von Weißen gezogen wird zwischen schwarz und weiß, die aber ja im Grunde auch ganz woanders gezogen werden könnte. Zwischen groß und klein oder wo auch immer.

3. Das Erleben von unbewusstem Rassismus und/oder „positivem“ Rassismus der weißen Deutschen

4. Evtl. die Problematik des sprachlichen Rassismus, die ja derzeit wieder stark im Fokus steht.
(Macht es Sinn aus vor vielen Jahren entstandenen Literatur die rassistischen Worte herauszunehmen oder sollte man das besser kommentieren. Können romantisierte Begriffe wie „Zigeuner“ in Literatur und Musik überhaupt ausgetauscht werden? Kann man sich darauf beschränken, Rassismus aus der Literatur herauszustreichen/zu verändern, oder muss dann nicht auch Frauenverachtendes, Homophobes usw. usw. herausgenommen werden und bleibt dann nicht nur noch Stückwerk zurück?)

Die vier Punkte stellen lediglich eine Basis für Ihre Beiträge dar, können aber gerne ergänzt oder ausgetauscht werden.

Die Texte bitte an folgende Adresse:

maria.braig_lektorat@yahoo.de

Bitte verwenden Sie Word oder Libre Office Writer.

Mit der Einsendung ihrer Texte erklären sich die Autoren damit einverstanden, dass ihre ausgewählten Werke honorarfrei in einer Anthologie und als Leseprobe veröffentlicht werden. Die Autoren versichern, dass sie ihre Werke selbst verfasst haben und diese frei von Rechten Dritter sind.
Ein rechtlicher Anspruch auf Veröffentlichung eingesandter Werke besteht nicht. Sämtliche Rechte verbleiben bei den Autoren.

Ein Gedanke zu “Ausschreibungen – Projekte

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